Gewaltfreie Kommunikation

Geplant ist eine siebenteilige Fortbildung  „Konflikte – Kommunikation – Körpersprache“ richtet sich an Personen, die in pädagogischen oder sozialen Berufen arbeiten oder aus persönlichem Interesse umfassend an ihrer kommunikativen Kompetenz und Konfliktfähigkeit arbeiten möchten.

Konflikte und Spannungen gehören zum Leben. Wie oft aber leiden Menschen Jahre, ja sogar Jahrzehnte unter einer scheinbar unlösbaren Auseinandersetzung? Zwischen Eltern und Kindern, Ehemännern und Ehefrauen, Arbeitnehmern und Arbeitgebern, zwischen Gruppen verschiedener Meinungen und Interessen? Wenn da jemand sagen könnte „das können wir klären – das kriegen wir wieder hin“ – wie dankbar wären wir? Die Gewaltfreie Kommunikation, die Marshall Rosenberg entwickelt hat und seit über 30 Jahren weltweit lehrt, ist ein Hinweis, dass es einen Weg gibt, mit unseren Spannungen kreativ umzugehen und Auseinandersetzungen so zu lösen, dass es nicht einen Gewinner und einen Verlierer, sondern zwei Sieger geben kann.

 Die Seminarreihe hilft über einen persönlichen Lern- und Übungsprozess das persönliche Konfliktbearbeitungspotenzial als wichtiges Element beruflichen und persönlichen Handelns zu erweitern.

Integration von professionellen Kompetenzen mit spirituellen Haltungen und Werten

Im Unterschied zu traditionellen Ausbildungen in Konfliktmanagement integrieren wir in diesem Training bewusst spirituelle Haltungen und Werte mit anerkannten Methoden der Mediation, Supervision, Systemarbeit und der Gewaltfreien Kommunikation. Dadurch können die Teilnehmer/innen eine empathische und achtsame Haltung erproben und sich ein fundiertes methodisches Handwerkzeugs für eine konstruktive Konfliktarbeit aneignen.

In dieser Fortbildung wird Wert auf den geschützten Raum gelegt, damit die Teilnehmenden sich selbst mit ihrer emotionalen Verbundenheit in Konflikten wahrnehmen und entwickeln können. Eine wertschätzende Haltung für uns Menschen in unserer Unterschiedlichkeit, Unergründlichkeit, Größe und Gebrochenheit ist uns ein Anliegen. Die Kunst humorvollen Scheiterns gehört genauso dazu wie innere und äußere Versöhnungsarbeit.

Die Themen der Weiterbildung

•  Wertschätzen – die eigene Konfliktfähigkeit stärken (Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, konstruktiver Umgang mit Vorwürfen und Unterstützung von Achtsamkeitsübungen für bessere Selbst- und Fremdwahrnehmung);
•  Verbinden – Konflikte in mir und meinen Beziehungen, in Gruppen und Teams (Grundlagen konstruktiver Gesprächsführung werden an Fallbeispielen der Teilnehmenden aus ihrem Berufsalltag oder aus der persönlichen Erfahrung erprobt);
•  Da-Sein: Gelassen und einfühlsam kommunizieren (Einführung in die Grundlagen und Anwendungsgebiete der Mediation, der kreative Umgang mit Blockaden und Aggressionen im mediativen Setting);
•  Sich gut aufstellen: wirksam und mit Freude arbeiten und die eigenen Ziele erreichen (meinen Platz im Beruf reflektieren und neue Perspektiven ausloten, Teamentwicklung, Konflikte, Ziel- und Entscheidungsfindung, Strategieentwicklung);
•  Unterschiede wertschätzen - eigenes Profil gewinnen (Ursachen, Struktur und Phasen von Mobbingprozessen, Möglichkeiten der Prävention und Intervention in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern);
• Umwandeln: Zeit für das Wesentliche (der entschleunigte Umgang mit unserer Zeit, Kraftquellen für unseren Alltag, eine bessere Tagesstruktur meine Potenziale besser entfalten);
• Aufbrechen – authentisch und begeistert arbeiten und führen (spirituelle Impulse und methodische Ansätze aus der Fortbildung reflektieren; echte, glaubwürdige und zugewandte Konfliktstrategien entwickeln).

Die Referenten:
Dr. Isolde Macho Wagner, Theologin, Mediatorin auf der Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg, Körpersprache und Kommunikationstrainerin, Clownin. Sie arbeitet in der Lehrerfortbildung, in ‚Kreativer Konfliktarbeit’ und Gewaltprävention an Schulen und gibt Clownworkshops.

Dr. Thomas Wagner, Diplomtheologe, Diplompädagoge. Dozent an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt, Supervisor, Meditationsbegleiter und Organisationsaufsteller.

Für detaillierte Informationen zur Weiterbildung fordern Sie bitte das Faltblatt im Zentrum Tau Rottenburgerplatz 3 - 39052 Kaltern an. T 0471 964178 (Mo – Fr, 08.30 – 12.30 Uhr an oder laden Sie es sich von unserer Homepage herunter.



Eilige LeserInnen finden im Folgenden das Programm der Fortbildung:



Konflikte - Kommunikation - Körpersprache
Fortbildung zur Konfliktbearbeiter/in und Kommunikationstrainer/in

Die siebenteilige Fortbildung  „Konflikte – Kommunikation – Körpersprache“ richtet sich an Personen, die in pädagogischen oder sozialen Berufen arbeiten und die umfassend an ihrer kommunikativen Kompetenz/ihrer Konfliktfähigkeit arbeiten möchten.
Sie erweitern in einem persönlichen Lern- und Übungsprozess ihr Konfliktbearbeitungspotenzial als wichtiges Element beruflichen Handelns.
Im Unterschied zu traditionellen Ausbildungen in Konfliktmanagement integrieren wir in diesem Training bewusst spirituelle Haltungen und Werte mit anerkannten Methoden der Mediation, Supervision, Systemarbeit und der Gewaltfreien Kommunikation.
Eingebunden in gruppendynamische Prozesse können Sie
•    eine empathische und achtsame Haltung erproben
•    verknüpft mit dem Aneignen eines fundierten methodischen Handwerkzeugs einer konstruktiven Konfliktarbeit.

In unserer Fortbildung legen wir Wert auf den geschützten Raum, in dem die Teilnehmenden sich selbst mit ihrer emotionalen Verbundenheit in Konflikten wahrnehmen und entwickeln können. Eine wertschätzende Haltung für uns Menschen in unserer Unterschiedlichkeit, Unergründlichkeit, Größe und Gebrochenheit ist uns ein Anliegen. Die Kunst humorvollen Scheiterns gehört genauso dazu wie innere und äußere Versöhnungsarbeit.

Generelle Inhalte und Methoden der Fortbildung sind:
•    Impulsvorträgen
•    Einzel- und Gruppenübungen
•    Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg
•    Kommunikationsmethoden aus der Mediation und Supervision
•    Organisationsaufstellungen
•    Körperspracheübungen
•    Übungen zur Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz
•    Konflikt- / Businesstheater und Rollenspielen
•    Imaginationsübungen und Fallbearbeitungen
•    Meditationen und spirituelle Übungen in Ruhe und Bewegung
•    Achtsamkeitsübungen zur Stressreduktion


Inhalte und Methoden der einzelnen Module:

Teil 1:  „Wertschätzen – die eigene Konfliktfähigkeit stärken“
In welchen Konflikten erlebe ich mich?

In diesem Einführungskurs reflektieren Sie Ihre innere Haltung und Ihr Bild von sozialen Konflikten. Wir bieten eine grundlegende Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg. Wertschätzung für die eigenen Bedürfnisse und Empathie für die Interessen des anderen wandeln festgefahrene Streitmuster in lebensbereichernde Begegnungen. Wir üben uns im konstruktiven Umgang mit Vorwürfen und Kritik. Achtsames Wahrnehmen und die Kunst der Differenzierung üben wir an Fallbeispielen. Diese Haltungen vertiefen wir durch spirituelle Übungen der Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Dieser Kurs bietet die methodische Grundlage zur Anwendung in vielfältigen Situationen konstruktiver Gesprächsführung


Teil 2: 
„Verbinden – Konflikte in mir und meinen Beziehungen, in Gruppen und Teams“
Wie kann ich Konflikte anschauen, annehmen und angehen?

Durch bewusste Arbeit an Ihrer Konfliktfähigkeit fördern Sie ein konstruktives und wertschätzendes Miteinander in Ihrem beruflichen Alltag. Die Begegnungen mit Mitarbeitern oder Vorgesetzten bergen das Potenzial eines achtsamen, bewussten Umgangs miteinander und einer produktiv-lebendigen Unternehmenskultur.
Grundlagen konstruktiver Gesprächsführung werden an Fallbeispielen der Teilnehmenden aus ihrem Berufsalltag erprobt (Mitarbeitergespräch, Elterngespräch, Teamsitzungen, Einzelgespräch, u.ä.).
Übungen zur Stärkung des eigenen Körperbewusstseins unterstützen die methodischen Anleitungen.


Teil 3: 
„Da-Sein: „Gelassen und einfühlsam kommunizieren“
Wie kann ich Konfliktgespräche fair, kreativ und authentisch begleiten?

Wir bieten eine Einführung in die Grundlagen (Struktur, Phasen und Methoden) der Mediation. Der kreative Umgang mit Blockaden und Aggressionen im mediativen Setting werden erörtert und erprobt.
Formen einer konstruktiven Konfliktkultur an Schulen und für (Jugend-) Gruppen werden vorgestellt genauso wie Möglichkeiten der mediativen Konfliktbearbeitung bei zwei oder mehr Konfliktpartnern (Team-Mediation).
Entspannungsübungen und Rituale der Versöhnung vertiefen das methodische Übungsfeld.

Teil 4: 
„Sich gut aufstellen: Ziele erreichen!“
Wie kann ich mich gut aufstellen und wirksam und mit Freude arbeiten?

Organisationsaufstellungen sind eine effiziente Beratungsmethode: wo ist mein Platz im Beruf? Systemische Aufstellungen sind als Simulationsmethode beschreibbar, die gleichzeitig die intuitiven Fähigkeiten der Gruppe nutzt, um vielfältige berufliche Fragestellungen zu bearbeiten: Führungs- und Teamentwicklung, Konflikte, Ziel- und Entscheidungsfindung, Strategieentwicklung, Verhandlungsvorbereitung, usw.


Teil 5: 
„Unterschiede wertschätzen - eigenes Profil gewinnen.“
Außenseiter integrieren – Schwächen als Potenziale nützen

Wir klären auf zu Ursachen, Struktur und Phasen von Mobbingprozessen. Wir
erproben Möglichkeiten der Prävention und Intervention sowohl für Leitungskräfte in ihrem Führungshandeln wie auch für Pädagogen zum Beispiel in der Schule, im Gemeinwesen oder generell in der sozialen Arbeit.
Übungen zur Förderung integrativen Bewusstseins und zur Kooperationsbereitschaft unterstützen die Integration von Außenseitern. Dieser Prozess ist da besonders effektiv, wo wir unsere eigenen Schattenseiten, Außenseiteranteile wahrnehmen und als Potenziale wertschätzen. Wir gewinnen an Authentizität, wo wir unsere Widersprüchlichkeit und unser Scheitern angstfrei annehmen und kreativ nützen.
Methoden des Konflikttheaters und die „Geburt des inneren Clowns“ unterstützen den Prozess der Identitätsentfaltung als Einzelne und in einer Gruppe.


Teil 6: 
„Umwandeln – Zeit für das Wesentliche“
Wie finde ich Zeit für das Wesentliche? Wie kann ich meinen Tag besser strukturieren? Wie kann ich meine Potenziale besser entfalten?

Die Wandlung von Konflikten, innerliche oder äußerliche, braucht immer Zeit. Eine Zeit des Reifens im Verborgenen und eine Zeit der Entfaltung im Licht.
Zeit lässt sich aber nicht managen, nicht dehnen, nicht vergrößern – auch wenn uns das immer wieder suggeriert wird.
Sie lernen in diesem Kurs, wie Sie sich Zeit nehmen, um Prioritäten zu bestimmen und Orientierung im Alltag zu finden.
Idee ist, mehr Herr oder Frau im eigenen (Zeit-) Haus zu werden und nach den tieferen Kraftquellen für unsere Alltagsarbeit zu fragen.


Teil 7:    
„Aufbrechen – authentisch und begeistert arbeiten und führen“
Wie kann ich effizient, gewaltfrei und menschlich in Konflikten handeln?

Innere und Äußere Konflikte sind normal und wollen gestaltet werden: ob als innere Teamsitzung oder als Auseinandersetzung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat, als Konflikt zwischen Gruppen und Abteilungen oder als Konflikte in Teams.
Entscheidend ist die Art des Konfliktmanagements: von der Abspaltung oder des Negierens zur aktiven Annahme; von der Konkurrenz zur Kooperation!
Sie reflektieren die praktischen und spirituellen Impulse aus der Fortbildung und ihre Bewährung im Berufsalltag (Fallbearbeitungen, Abschluss-Feedback durch die Kursleiter und die Gruppe). Sie entwickeln Ihre Konfliktstrategie: echt, glaubwürdig und zugewandt – solche Prädikate zeichnen eine authentische und damit auch erfolgreiche Mitarbeiterin und Führungspersönlichkeit aus. Im Mittelpunkt steht Ihr persönlicher und beruflicher Entwicklungsprozess hin in einer neuen Unternehmenskultur.


Zielgruppe der Fortbildung:
Mitarbeitende in pädagogischen, sozialen und caritativen Berufen, Menschen, die sich auf (neue) Führungsaufgaben vorbereiten, alle Menschen, die ihre Konfliktfähigkeit entwickeln möchten.


Referenten:
Dr. Isolde Macho Wagner
Jg. 1968, verheiratet, zwei Kinder
Theologin, Mediatorin auf der Grundlage der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg,
Körpersprache und Kommunikationstrainerin, Clownin
Arbeitsschwerpunkte: Lehrerfortbildung, Kreative Konfliktarbeit und Gewaltprävention an Schulen, Aufklärung und Intervention bei Mobbing, Kommunikationstrainings, Clownworkshops

Dr. Thomas Wagner
Jg. 1958, verheiratet, zwei Kinder
Diplomtheologe, Diplompädagoge
Dozent an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt für Sozialethik
Supervisor, Meditationsbegleiter, Organisationsaufsteller,
Arbeitsschwerpunkte: Sozialethik, Konfliktberatung und –trainings

Organisatorisches:

Tagungsort:
Zentrum Tau, Soziale Genossenschaft, Rottenburgerplatz 3, I-39052 Kaltern, Tel.: +39 0471 964178, e-mail: info@zentrum-tau.it, siehe Internet: www.zentrum-tau.it

Kurszeiten:
Der Eröffnungskurs beginnt sonntags um 17.00 Uhr und endet donnerstags um 16.00 Uhr.
Die weiteren Kurse beginnen dienstags jeweils um 14.00 Uhr und enden donnerstags um 16.00 Uhr.

Abschlusszertifikat:
Bei Abschluss der Fortbildung über 22 Kurstage erhalten Sie ein Zertifikat der Werkstatt für Spiritualität und Konfliktfähigkeit, das die Inhalte und den Umfang der Ausbildungsbereiche dokumentiert.

Kosten/Kursgebühren:

Kursgebühr: 1970,. €  (Ratenzahlung ist möglich)
Unterkunft und Verpflegung:

640,- € / DZ / WC / D
728,- € / EZ / WC / D

Anmeldungen an:

Zentrum Tau, Rottenburgerplatz 3, I-39052 Kaltern,
Tel.: +39 0471964178, e-mail: info@zentrum-tau.it

Maximal können 16 Personen an der Fortbildung teilnehmen.

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